Velvet Blog

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03. März 2017

«Thank you for going the distance »


Während den vergangenen 20 Jahren habe ich mir die vier Himmelsrichtungen erwandert, etappen­weise. Luzern, mein Lebensmittelpunkt, diente jeweils als Ausgangsort der vier Wanderstrecken. Im Ruck­sack das Zelt, das Tagebuch und die Kamera.
Der Weg in den Norden endet in Inverness. Eine Wanderung, die chronisch unter einem meteoro­­lo­gischen Tief stand.
Für den Osten gibt es kein Ziel, ewig könnte man weitergehen, auf der Seidenstrasse nach China zum Beispiel, wenn da nur nicht die Sehne am Fuss­gelenk rebellieren würde.
Südwärts Catania, die schwarze Stadt am Ätna. Ich entschied mich für den Küstenweg. Dabei er­­fahre ich, wie sehr sich der Süden Italiens vom Norden entfernt hat.
Das Ziel im Westen, Lissabon, die weisse Stadt am Meer, gleichzeitig aber auch Tor zur neuen Welt. Und für die vielen Gestrandeten, denen ich begegnete, auch die Stadt der Hoffnung.
Nach 12'108 Kilometer Fussweg bin ich am Ziel des Wanderprojekts angekommen. Die Publikation «Thank you for going the distance» zeigt eine persönliche Sicht mit Text und Bild auf das Unterwegssein, festgehalten auf 168 Seiten Papier.

P F T A G